06.-09.Februar 2014

Xi'an

Früher war Xi'an ein bedeutsame Stadt. Sie war das Ende der bekannten Seidenstraße und somit Schmelzpunkt von Kulturen und Religionen. Hier erlebt man chinesische Geschichte und Tradition. Wir kamen in den frühen Morgenstunden am Bahnhof in Xi'an an, welcher an die DDR erinnerte. Mit dem Taxi ging es darauf weiter zu unserem zentral gelegenen Hostel. Nach der Enttäuschung in Suzhou war das Hostel nochmal besser als sowieso. Besonders die Fußbodenheizung ließ uns staunen. Wir wärmten uns ein wenig auf, bevor wir gemeinsam mit unseren neuen Reisebegleitung Kay, eine chinesische Freundin von Swantje, zum Bell- und Drumtower liefen.


Der Glockenturm beinhaltete ursprünglich eine Glocke, die zum Sonnenaufgang läutete. Der Trommelturm hingegen signalisierte den Beginn der Nacht.


In beiden Türmen gab es eine kleine Musikaufführung mit Glocken und Trommeln natürlich. Während wir durch Xi'ans Zentrum liefen schneite es sogar leicht. Gegen Abend legten wir uns müde in unsere Betten im Hostel und schauten nur noch einen Film. Wir waren zu erschöpft durch die Lebensmittelvergiftung, als dass wir noch irgendetwas anderes unternehmen konnten.

Am nächsten Tag fuhren wir zur berühmten Terrakottaarmee außerhalb von Xi'an.


Tausende lebensgroße Terrakottakrieger überwachten über zweitausend Jahre lang in einer unterirdischen Höhle den ersten Kaiser Chinas.


Erst vor ca. 40 Jahren entdeckte man diese, als Bauern einen Brunnen graben wollten. Besonders eindrucksvoll war die große Halle mit über 6000 Terrakottakriegern.


Völlig durchgefroren wärmten wir uns danach im Subway auf und gingen darauf zurück zum Hostel. Alicia und ich waren noch immer geschwächt und ruhten uns den gesamten Abend erneut aus. Unsere nette Zimmernachbarin brachte uns sogar ein paar Bananen zum Abendessen mit.

Unser Tag begann perfekt mit einem leckeren Schokocornflakesfrühstück mit deutscher Milch, das wir uns im Supermarkt gekauft hatten. Danach liefen wir zur Stadtmauer Xi'ans und spazierten vom Osttor zum Südtor.


Die Stadtmauer war zwar schön, aber die Aussicht äußerst langweilig. Nachdem wir nach einer Stunde das Südtor erreicht hatten, gingen wir zum muslimischen Viertel. Man muss jedoch bedenken, dass es ein chinesisches muslimisches Viertel war. Das einzig vertraute, dass ich dort entdeckte, war Fladenbrot, von dem wir sofort etwas probierten. Wir schlenderten durch die Gassen zur Moschee. Sie ist eine der größten Chinas und besitzt eine interessante Mischung islamischer und chinesischer Architektur. Am Abend fuhren wir zur Großen Wildganspagode außerhalb der Stadt um die Wasserspiele am großen Brunnen anzuschauen. Begleitet von europäischer sowie chinesischer Musik sprudelten Fontänen aus den Brunnen. Der Anblick war ganz schön, vor allem, wenn Chinesen aufgrund ihrer Leichtsinnigkeit nass wurden. Man betrachte chinesische Fotografiekunst...


Uns war bald sehr kalt, sodass wir nicht allzu lang an der Pagode verbrachten, sondern lieber zurück ins Hostel fuhren.

An unserem letzten Tag in Xi'an unternahmen wir nicht mehr allzu viel. Da Swantje andauernd kalte Füße hatte, legten wir einen Shoppingtag ein, um neue Winterschuhe zu kaufen. Wir klapperten unzählige Läden in zwei Shoppingcentern ab, bis wir endlich fündig wurden. Um den Tag passend abzuschließen, machten wir uns die Mühe und suchten Dunkin Donuts auf. Zurück im Hostel wurde es Zeit sich im Hostel zu verewigen. Vorherige Gäste hatten Bilder gemalt, welche überall in der Lobby hingen. Auch wir packten unsere künstlerischen Fähigkeiten aus und malten sehr lange an unseren Meisterwerken. Am frühen Abend mussten wir auch wieder los, da unser Zug zum nächsten Abenteuer wartete.

20.2.14 15:45

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