03.-05.Februar 2014

Suzhou

In der Tourismuswerbung heißt es immer so schön, dass Suzhou das „Venedig des Ostens“ ist. Tatsächlich war Suzhou einst eine wunderschöne Stadt, doch wie überall in China wurde auch sie modernisiert und ausgebaut. Was alt und traditionell ist, ist im Auge der Chinesen rückständig. Aber Suzhou hat noch genug Charme behalten, dass es sich trotzdem lohnt der Wasserstadt einen Besuch abzustatten.

Unsere erste böse Überraschung wartete in unserem Hostel auf uns. Unser Zimmer war stockdunkel und es gab nur ein kleines Licht, dass auch nicht mehr weiter half. Also packten wir im halbdunkeln unser Gepäck aus. Doch das war nicht die einzige Überraschung. Wir mussten seltsamer Weise unsere Betten selbst beziehen. Dabei bemerkte ich, dass meine Bettwäsche überall dreckig war und Flecken hatte. Bei Kopf-und Deckenüberzug drückte ich ein Auge zu, aber das Bettlaken lies ich dann doch austauschen. Ich war ziemlich schlecht gelaunt. Hinzukam, dass es den Gemeinschaftsraum, von dem auf der Internetseite erzählt wird, überhaupt nicht gab und das heiße Wasser, dass wir zum Trinken bekamen eklig schmeckte. Die Duschkabine war auch nicht gerade unser Favorit und heißes Wasser gab es nur ein paar wenige Stunden am Tag. Wir hatten keine Nacht in dem Hostel geschlafen und waren uns einig, dass es eines der schlechtesten war, dass wir bisher gebucht hatten. Um uns von dem Schock erst einmal zu erholen, beschlossen wir nach etwas zum Abendessen zu suchen. Es war furchtbar kalt und windig draußen, sodass es uns schnell wieder ins Hostel zog, um einen Film zu schauen.

Wir hatten eine grausame Nacht. In der Stadt wurden ununterbrochen Böller und Feuerwerke gezündet. Außerdem zog es in unser Zimmer, da es Löcher in der Wand hatte. Da half die Klimaanlage auf 30°C auch nichts mehr. Wir besuchten am Morgen den „Garten der Politik meiner Wenigkeit“, welcher einer der größten der vielen Gärten in Suzhou ist.


Wir hofften durch die Kälte Menschenmassen entgehen zu können doch wir täuschten uns. Selbst im kalten Winter waren zahlreiche Besucher unterwegs. Auch im Löwenhaingarten, den wir darauf besuchten, wurde es nicht besser.


An sich waren die Gärten ganz schön, nur waren zum einen zur falschen Jahreszeit dort und zum anderen störten uns einfach die vielen Menschen.


Wenigstens konnten wir hübsche Souvenirs ergattern. Das Suzhou Museum ließen wir für diesen Tag aus. Die Schlange davor war zu lang. Am Abend schauten wir erneut einen Film. Leider wurde dieser von mir unterbrochen. Ich hatte eine Lebensmittelvergiftung von dem Abendessen. Nur einige Stunden später schloss sich mir Alicia an und am Tag darauf auch Swantje. Dementsprechend grauenvoll war dann auch die Nacht – wobei wir dachten, dass es schlimmer als am Vortag, nicht mehr werden könnte. Am nächsten Morgen waren wir unfähig aufzustehen. Nur mühsam konnten wir uns aus den Betten quälen und unser Gepäck zusammenpacken, da wir um 12 Uhr bereits auschecken mussten. Da es den angeblichen Gemeinschaftsraum ja nicht gab, hatten wir keine andere Wahl als uns stundenlang in ein Café in der Stadt zu setzen. Viel zu früh brachen wir zum Bahnhof auf, weil wir hofften, dass es dort wärmer war als im Hostel. Allerdings saßen wir dort zwei Stunden lang krank auf den Bänken, sodass wir tiefgefroren um 19.45 Uhr endlich in den Zug nach Xi'an stiegen. Eine lange Fahrt stand uns bevor.

15.2.14 15:24

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Daddy (16.2.14 14:23)
Na hoffentlich geht es Euch nun wieder gut!

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